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PRESSEMITTEILUNG
»target: autonopop«
15.1.-1.2.2004
Di-Fr 14-20 Uhr, Sa+So 12-18 Uhr
Donnerstag, 15. Januar, 19 Uhr
Eröffnung Teil Eins »Alles ist Pop«
Eröffnungskonferenz (Michel Chevalier, Franco Kroschewski, Rahel Puffert, Tobias Still) und Konzert (»tumorchester«)
Freitag, 23. Januar, 12 bis 18 Uhr
Abbau Teil Eins und Videoprogramm »Rushes« (Susan Chales de Beaulieu), »LIVE außerhalb des Mainstream, 1964-2004« (ausgewählt von Michel Chevalier)
Samstag, 24. Januar, 19 Uhr
Eröffnung Teil Zwei
»Target Studio« (Jean-Baptiste Farkas ) und »da kann ja jeder kommen« (Michel Chevalier) und Interventionen (Jérôme Guigue, Dunkelheit, Tobias Still ...)
Eröffnungspräsentation (Jean-Baptiste Farkas) und Konzert (»für diesen abend« und Chad Popple, solo)
Sonntag, 1. Februar, 19 Uhr
Finissage mit Präsentation der Ergebnisse und Diskussion
Dies ist weniger eine Austellung im klassischen Sinn als ein Bericht, der das äußerst Abstrakte mit dem äußerst Konkreten in Koexistenz bringt. Besucher werden mit einer Montage aus Exponaten, Texten, Dokumentationen von »legitimer« Kunst, Musik (gegenwärtig und aus den letzten vierzig Jahren), Meinungsumfragen und Gesprächen konfrontiert. Im zweiten Teil erhalten die Besucher neben anderem die Gelegenheit, Elemente des erstes Teil zu ergänzen oder zu »korrigieren«.
Wir versuchen, die Ansprüche der Kunst auf Autonomie und die übliche, offizielle Praxis gegenüber zu stellen, wir untersuchen die jüngst zu beobachtende Fazination der Kunst am Underground und liefern eine Entgegnung auf die »no alternative«-Botschaft der Poptheorie, die Konsum als Widerstand ansieht und anders herum.
Indem die Austellung bewusst in zwei Pole geteilt ist, wollen wir Alternativen anbieten und an Phänomene kulturellen Widerstands anschließen, die überzeugend mit dem Pop-Konsens gebrochen haben.
Das Projekt ist initiiert von Michel Chevalier. Mit freundlicher Unterstützung des Institut Français de Hambourg.
Biografien:
Michel Chevalier stellt seit 1998 auf Festivals, alternativen und nicht-kommerziellen Kunsträumen aus (Rotterdam Film Festival, Monitoring/Kassel, t-u-b-e/München) und zuletzt bei der »Summit of Interventionist Art«/Genf. Er initiierte und kuratierte (zusammen mit Markus Binner und Anja Hertenberger) die Performance und Ausstellungsreihe »12-18« im Molotow. Seit der Mitte der 80er Jahre ist er aktiv in der Musikszene, spielte in der französischen Gruppe »Hash Over« und derzeit in den Hamburger Gruppen »inning« und »uri geller«.
»Jean Baptiste Farkas sucht eine Kunst von experimentellem und offenem Charakter zu verbreiten, die grundsätzlich aktivistisch ist. Die Aktivität - ein Schlüsselbegriff bei Farkas - ist nicht nicht nur die Arbeit des Künstlers, der durch die Schaffung eines Kunstwerks einen symbolischen Mehrwert herstellt. Es ist auch die authentische Arbeit, die er vom ãBetrachter fordert: dieser wird durch Einladungen zur kollektiven Analyse, die Aufforderung zur Tat und Ausstellungen, in denen das Publikum frei intervenieren kann und den Inhalt und die Bedeutung verändern, zu einem echten Kollaborateur.« (Paul Ardenne)
Zuletzt stellte er in der Stadtgalerie Kiel, Espace d´Art Contemporain/Paris und Schloß Agathenburg aus.
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