KATERINA POLADJAN und HENNING FRITSCH:

die Karenina - was soll man denn tun

(Performance)

 

Premiere: Donnerstag, 23. März 2005, 20.00 Uhr

Weitere Vorstellungen:
24. bis 26. März, 31. März und 1. April 2005, 20.00 Uhr

Eintritt 12 €, ermäßigt 10 €.

 

Die Schauspielerin Katerina Poladjan wurde schon als Kind in ihrer Moskauer Küche mit dem Roman "Anna Karenina" konfrontiert und seit dieser Zeit fragt sie sich die gleichen Fragen wie Leo Tolstoi: Was soll man denn tun? Wie soll man sich in dieser schrecklichen Lage verhalten? Gemeinsam mit Regisseur Henning Fritsch, der zuletzt mit Arbeiten in den Berliner Sophiensaelen Aufmerksamkeit erregte, installiert sie im Westwerk "die Karenina" als Performance und öffentliche Romanerforschung. Der DJ, Performer und Ex-Kaderboxer in der türkischen Nationalmannschaft Metin Baydak wird seine Recherche zeitgenössischer Popmusik aus Russland während der Performance live präsentieren.

Das Westwerk zeigt mit "die Karenina - was soll man denn tun" wieder ein live-Kunstwerk und führt damit die 2003 mit "she she pop" begonnene Reihe experimenteller Theaterkunst fort.

 

Katerina Poladjan

Die Schauspielerin Katerina Poladjan, geboren in Moskau, immigrierte im Alter von acht Jahren über Rom und Wien nach Deutschland. Sie war Ensemblemitglied am Stadttheater Lübeck und arbeitete als Gast unter anderem in München am Residenztheater, in Augsburg, in Hamburg am Deutschen Schauspielhaus und auf Kampnagel, in Berlin am Deutschen Theater und an der Schaubühne am Lehniner Platz. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin schloss sie ein Studium der Angewandten Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Philosophie und Gegenwartskunst in Lüneburg ab. Seit dem ist sie auch als Autorin tätig. Seit 1999 schreibt sie Prosa und Theaterstücke. In diesem Jahr wird ihr Romanfragment "Die Bergsteigerin" in der Anthologie "Hamburger Ziegel - Jahrbuch für Literatur" erscheinen.

 

Metin Baydak

Der DJ, Performer und Ex-Kaderboxer in der türkischen Nationalmannschaft Metin Baydak, geboren 1970 in Freising, ist seit 1993 DJ und seit 1998 als freischaffender Künstler tätig. Er spielte als Kleindarsteller in diversen Film- und Fernsehproduktionen, darunter "SüperSeks“ von Thorsten Wacker (2003) und "Der Boxer und die Friseuse“ von Hermine Huntgeburth (2004).

 

Henning Fritsch

Der Regisseur Henning Fritsch, 1972 in Kassel geboren, studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Philosophie in Köln und Berlin, war Regieassistent am Staatstheater Kassel und Assistent der Öffentlichkeitsarbeit/Dramaturgie an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, arbeitete als Event-Manager, Webdesigner und Workshopleiter und realisiert seit 1991 eigene Theaterprojekte. Er ist Mitbegründer und Regisseur der “Sophiensaele Jugendbewegung”, dem Theater-Jugendklub der Berliner Sophiensaele. Seine Inszenierungen mit Schülern und jungen Erwachsenen erhielten wiederholt Auszeichnungen und Einladungen zu Jugendtheaterfestivals, wie z.B. zum Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern und zum Berliner Theatertreffen der Jugend. Henning Fritsch lebt als freier Regisseur in Hamburg.